Ein Prozess – Vier Sprachen

Neues Rathaus Leipzig

30. September - 28. November 2026

Wenn die Ausstellung „Ein Prozess – Vier Sprachen“ im Herbst 2026 nach Leipzig kommt,

trifft ein internationales Ausstellungsprojekt auf einen Ort, der wie kaum ein anderer für die Verbindung von Recht, Geschichte und Sprache steht. Vom 30. September bis zum 26. November 2026 wird das Neue Rathaus Leipzig zum Schauplatz einer außergewöhnlichen Auseinandersetzung mit den Ursprüngen des Simultandolmetschens und der internationalen Rechtsprechung.

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Jetzt vormerken: 30. September 2026

Die Ausstellung eröffnet am 30. September 2026 – bewusst am Internationalen Übersetzertag – und lädt bis zum 26. November dazu ein, die Ursprünge internationaler Verständigung neu zu entdecken.

Erleben Sie, wie Sprache Recht möglich macht – und warum Leipzig der perfekte Ort ist, diese Geschichte zu erzählen.

Im Zuge der Ausstellung werden wir in unserem Rahmenprogramm viele verschiedene Aspekte der Rechtsstaatlichkeit, aber auch der Geschichte und Gegenwart des Dolmetschens abbilden. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Die Details des Rahmenprogramms folgen in Kürze hier.

Warum Leipzig? Ein Ort des Rechts und der Geschichte

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein bedeutender Rechtsstandort. Mit dem Reichsgericht befand sich hier einst das höchste Gericht des Deutschen Reiches – ein Ort, an dem Recht, sowohl im Sinne rechtsstaatlicher Ordnung als auch im Kontext autoritärer Systeme, gesprochen und geprägt wurde. Heute knüpft das Bundesverwaltungsgericht an die rechtsstaatliche Tradition an und macht Leipzig zu einem zentralen Ort der deutschen und europäischen Rechtsprechung.

Die Ausstellung schlägt hier eine Brücke zu den Nürnberger Prozessen, bei denen erstmals internationales Recht in einem globalen Kontext verhandelt wurde. Leipzig wird so zum Resonanzraum für die Frage, wie Recht über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg funktionieren kann – damals wie heute.

Ein Ausstellungsort mit Symbolkraft: Das Neue Rathaus

Mit dem Neuen Rathaus Leipzig wurde bewusst ein Ort gewählt, der als zentrales Verwaltungsorgan, politischer Ort und Service- und Begegnungsstätte für die Leipzigerinnen und Leipziger fungiert. Hier, im Zentrum der Stadt, wird die Ausstellung für ein breites Publikum zugänglich – genau dort, wo gesellschaftlicher Dialog stattfindet.

Das Neue Rathaus verbindet Geschichte und Gegenwart: Als architektonisch markantes Gebäude und Sitz der Stadtverwaltung steht es für Transparenz, Verantwortung und Diskurs. Damit bietet es den idealen Rahmen für eine Ausstellung, die sich mit Fragen von Recht, Gerechtigkeit und Verständigung auseinandersetzt.

Organisationsteam

Ariane Stark


In Leipzig geboren und aufgewachsen war Ariane sofort begeistert, als die Kuratorin Elke Limberger-Katsumi vorschlug, die Ausstellung auch in Leipzig zu zeigen. Seit ihrem Abschluss als Diplom-Dolmetscherin 2011 am IALT in Leipzig arbeitet Ariane freiberuflich mit den Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch. Dabei hat sie eine Vorliebe für technische Themen und eine geheime Leidenschaft für Dolmetscheinsätze im Bereich der klassischen Musik und Musikforschung.

Sophia Erben


Sophia Erben ist Konferenzdolmetscherin für Deutsch <> Englisch, Deutsch <> Spanisch und Französisch > Deutsch mit Sitz in Leipzig. Sie hat zu vielen verschiedenen Kulturen eine persönliche Bindung. So lebte und arbeitete sie bereits in Neuseeland, Spanien, Frankreich, Griechenland und Bolivien. Zu ihren Fachgebieten gehören Internationale Beziehungen, Sport, Landwirtschaft und Medizin.

Bianka Lipanská


Bianca Lipanská arbeitet als freiberufliche Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin mit Standorten in Prag und Dresden. Als beeidigte Übersetzerin, beeidigte Dolmetscherin (OLG Dresden) und Schriftdolmetscherin ist sie in den Sprachen Deutsch, Tschechisch und Englisch tätig. Je nach Bedarf arbeitet sie im Simultan-, Konsekutiv-, Flüster- oder Verhandlungsdolmetschen sowohl bei Konferenzen und Fachveranstaltungen als auch bei literarischen und kulturellen Begegnungen. Ein besonderes Anliegen ist ihr dabei die deutsch-tschechische Geschichte und der Austausch zwischen beiden Ländern. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Verein Schwarzheide nextgen, der zur Erinnerungskultur beiträgt. Dazu passt auch ihr Mitwirken an der Vorbereitung zur Ausstellung in Leipzig als Mitglied des Projekts zur Ausstellung über das Dolmetschen bei den Nürnberger Prozessen in Leipzig – ein Thema, das ihr die historische Verantwortung von Sprache und Verständigung vor Augen führt.

Sascha Annisius


Sascha Annisius arbeitet seit 2017 freiberuflich als Konferenzdolmetscher und Übersetzer für Englisch und Spanisch. Als gebürtiger Leipziger und IALT-Alumnus ist er begeistert, dass er diese Ausstellung im PR-Bereich unterstützen kann, nachdem er 2023 bereits eine weitere Ausstellung zum Simultandolmetschen bei den Nürnberger Prozessen ins Leipziger Bundesverwaltungsgericht holen konnte. Als VKD Senior und Expeditionsdolmetscher a.D. freut er sich über jede Gelegenheit seine Heimatstadt und deren Verbindung zur Welt des Dolmetschens in den Vordergrund zu rücken.