Ein Prozess – Vier Sprachen

Auswanderermuseum BallinStadt, Hamburg

20. November 2025 bis 20. Januar 2026

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Ort

Auswanderermuseum BallinStadt

Veddeler Bogen 2, 20539 Hamburg

Die Ausstellung in den Medien

Tagesthemen, ARD

Donnerstag, 20.11.2025, 22:15 Uhr

RTL Nord HH / SH

Mittwoch, 26.11.2025

Folge 234, ab Minute 15'55.

Nächste Veranstaltung im Begleitprogramm

Freitag, 16.01.2026

16:30 Uhr: Ausstellungseinführung

(Bei Interesse bitte Mail an ­hamburg@1trial-4languages.org)

18:00 Uhr: Vortrag

Vielfalt? Ja bitte!
Über Einwanderung, Mehrsprachigkeit und ihre Folgen

Es gab Zeiten, da mussten Menschen aus Deutschland fliehen. Heute gehört Deutschland zu den gefragtesten Einwanderungsländern der Welt. Migration bringt Herausforderungen mit sich – und sie fördert zugleich den Reichtum, die gute Zukunft des Landes und der Region. Zwei Professorinnen der Universität Hamburg stellen ihre Forschung zu diesen Themen vor: 

Prof. Dr. Ingrid Gogolin berichtet darüber, wie sich Deutschland zum Einwanderungsland entwickelt hat – also zum Land, in dem man auf Zuflucht und Wohlergehen vertrauen konnte.

Prof. Dr. Ingrid Piller stellt vor, wie bedeutend Mehrsprachigkeit dafür ist, dass das Zusammenleben im Einwanderungsland gelingt.

Die Vortragenden

Porträt Ingrid Gogolin

Prof. Dr. Gogolin ist Professorin an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, wo sie zudem das Forschungszentrum Literacy in Diversity Settings leitet. Sie forscht zur Verbindung zwischen Bildung und Mehrsprachigkeit.


Porträt Ingrid Piller (Bild: Humboldt Stiftung)

Prof. Dr. Piller hat die Alexander-von-Humboldt-Professur für interkulturelle und international vergleichende Erziehungswissenschaften an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg inne. Als Soziolinguistin forscht sie zur Rolle der Sprache für die Integration und die Identitätsbildung in multikulturellen Gemeinschaften. 

Vorträge / Filmvorführungen

Vortrag - Di, 20.01.26, 18:00 Uhr: Alleskönner, Dünnbrettbohrer, Diplomat, Papagei - Erwartungen an Dolmetscher und Ansichten eines Praktikers

Vor dem Vortrag um 16:30 Uhr gibt es auf Wunsch eine Ausstellungseinführung (bei Interesse bitte Mail an ­hamburg@1trial-4languages.org).


Inhalt

Wie werden Dolmetscher heute von Kunden und der Öffentlichkeit gesehen? Als Grenzgänger zwischen Kulturen waren sie stets wichtig, aber auch verdächtig. Anfänge translatorischer Ausbildungen in Europa vor rund dreihundert Jahren. Was beim Dolmetschen transportiert wird – Botschaften, Statements, Meinungen, Haltungen – und wie! Was hinter den Kulissen passiert. Werden professionelle Dolmetschleistungen zum teuren Luxus, wenn KI übernimmt?


Der Referent

Niels Hamdorf von language-matters GbR. Er hat Linguistik studiert und ist seit über vierzig Jahren freiberuflicher Konferenzdolmetscher, zunächst für die Organe der EU, seit 1990 für Bundes- und Landesministerien, die Medien und Auftraggeber aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Übersicht Begleitprogramm

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Organisationsteam

Carla Fetscher


Carla Fetscher absolvierte nach längeren Auslandsaufenthalten in Italien und Kolumbien ihren B.A. in Sprache, Kultur, Translation sowie ihren Master in Konferenzdolmetschen mit den Sprachen Spanisch und Italienisch am Fachbereich Sprach-, Kultur- und Translationswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim. Seit 2023 arbeitet sie als freiberufliche Konferenzdolmetscherin in ihrer Wahlheimat Hamburg.

Fiona Scuiller


Fiona Scuiller ist gebürtige Französin und Engländerin, hat aber 2006 ihre neue Heimat in Hamburg gefunden. Sie ist seit ca. 15 Jahren als freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin tätig und hat an mehreren Hochschulen juristisches Übersetzen und Konferenzdolmetschen unterrichtet. Sie ist für die französische Sprache vereidigt und hat ein Faible für juristische Themen.

Dr. Wei Zhao


Dr. ZHAO Wei ist promovierte Translationswissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt auf der Geschichte des diplomatischen Dolmetschens in den frühen chinesisch-deutschen Beziehungen. Als freiberufliche Dolmetscherin arbeitet sie unter anderem für internationale Organisationen, Ministerien, öffentliche Institutionen sowie Unternehmen. Sie ist Mitglied der AIIC mit den Sprachkombinationen Chinesisch ↔ Deutsch und Chinesisch ↔ Englisch.

Eike Fester


Nach ihrem B.A. Übersetzungswissenschaften und M.A. Konferenzdolmetschen in Heidelberg kehrte sie zurück in ihre Heimat und arbeitet seitdem freiberuflich als Dolmetscherin in der schönen Hansestadt Hamburg mit der aktiven Sprachkombination Deutsch-Englisch, u.a. in den Branchen Maschinenbau, Luftfahrt, HR und Handel.

Esther Ingwers


Esther Ingwers ist eine Pionierin ihres Berufes. Als die Universität Hamburg als erste Hochschule in Deutschland eine vollakademische Ausbildung für Gebärdensprachdolmetscher:innen einrichtete, gehörte sie zu den ersten Absolventinnen. Sie ist eine aktive Mitgründerin des Berufsverbandes der Gebärdensprachdolmetscher:innen in Norddeutschland. Den ersten Teledolmetschservice für taube Menschen “Telesign” hat sie ab 1999 mit aufgebaut, damals noch unter Verwendung des wenig verbreiteten Bildtelefons. Sie ist als Gebärdensprachdolmetscherin das erste aktive Mitglied der AIIC Region Deutschland und mit ihren Arbeitssprachen die einzige in Deutschland nach DIN Norm 2347 zertifizierte Konferenzdolmetscherin.